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„Ich bin doch nicht der Sklave meines Haushalts“, „An Dreck ist noch Niemand gestorben“, „Es gibt Wichtigeres im Leben als Putzen, Waschen, Kochen“ – wenn ich solche Sätze höre, muss ich immer tief durchatmen . Früher hat mich diese Einstellung auch richtig sauer gemacht, heute finde ich es einfach sehr, sehr schade wenn Menschen der Pflege ihres privaten Reiches , ihrer Ernährung , ihrem Leben in den eigenen vier Wänden so wenig Wichtigkeit beimessen. Ja sogar die Tätigkeiten in Haus und Küche abwerten. Es ist nun nicht so, dass ich ein klassisches Hausmütterchen bin. Ich habe einen Hochschulabschluss und einen vorzeigbaren beruflichen Werdegang. Mein Job war mir immer wichtig und macht mir Spaß und wenn ich mal zwangsweise längere Zeit zu Hause sein muss, durch Krankheit oder Schulferien, dann fehlt mir meine Arbeit. Auch mein Mann ist beruflich stark engagiert und gerade deshalb ist unser Zuhause im Laufe der Jahre der Wichtigste Ort für uns geworden um Kraft zu tanken und zu sich selbst zu kommen. Eine Atmosphäre zu schaffen in der man sobald sich die Tür hinter einem schließt, sich an einem Ort befindet wo man sicher ist und alles ist gut und man fühlt sich aufgehoben und angekommen. Diese Atmosphäre brauche ich für mich, für meinen Mann und meinen Sohn. Ein Haus kann aber nur ein Zuhause sein, wenn man diesem Haus eine Seele einhaucht und das kann man zuallererst mit Pflege. Es geht nicht um Designermöbel oder geschmackvolle Wohn-Deko – das alleine bringt keine Wärme in ein Haus. Das kann nur ein Mensch, der mit Liebe, Fleiß, Verlässlichkeit und stetigem Tun seine Spuren hinterlässt. Spuren die dann zu besagter Atmosphäre im Zuhause führen.